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Bloggerklischees

Minimalismus und mein neues Leben als Fashionblogger(in)

Wer mich schon länger verfolgt und eventuell bereits auf meinen Youtubekanal gestoßen ist oder sogar von dort auf meinen Blog gekommen ist weiß, dass ich mich im vergangenen Jahr sehr stark mit dem Thema Minimalismus beschäftigt habe. Soeben habe ich mir nochmals das Video angesehen in welchem ich erklärt habe, was eigentlich Minimalismus für mich sei. Mir ist aufgefallen, dass sich zwar meine Einstellung grundsätzlich dazu nicht verändert hat. Jedoch auch, dass ich ein klein wenig vom Wege abgekommen bin. Als Fashionblogger(in) ist es nun mal unumgänglich regelmäßig Kleidung zu konsumieren. Also habe ich nach meiner Trockenzeit im punkto Shopping in den letzten Monaten meinen Nachholbedarf gestillt und geshoppt, was nur ging. Immer auf der Jagd nach den schönsten, passendsten und ehrlicherweise auch trendigsten Teilen. Ich bereue zwar nichts von alledem doch ich finde, Reflexion ist eine unfassbar wichtige Sache. Deshalb heute mal ein paar Gedankengänge zum Bloggen über Mode und die neuesten Trends und der grundsätzlichen Kampfansage gegen Konsum.

 

Minimalismus und meine ursprünglichen persönlichen Ziele

Als ich mich mit dem Minimalismus beschäftigte, war für mich ein Zielgedanke, dass ich mich weniger um unnötige Dinge kümmern und mir weniger um diese Gedanken machen muss. Ich wollte Platz und Zeit in meinem Leben schaffen für Dinge, die mir wirklich wichtig sind. Wichtig war mir jedoch auch bewusst zu konsumieren und mich nicht mehr mit Dingen zu belohnen, selbst zu beschenken oder einfach nur nach dem Glücksmoment des Kaufens zu jagen. Also um es kurzzufassen bewusst einzukaufen und zu konsumieren. Wichtig war mir hierbei vor allem mehr Momente zu konsumieren also Geld in Ausflüge, Reisen, gute Restaurantbesuche zu investieren. Ganz nebenbei hat sich jetzt wohl das Bloggen in mein Leben eingeschlichen und dazu regelmäßige Fotoshootings, unregelmäßige Onlinebestellungen, Shoppingtrips und all das was dazugehört.



Mode und meine veränderte heutige Einstellung

Doch ganz ehrlich mittlerweile pflege ich eine ganz neue Beziehung zu Mode. Ich liebe es mich auszuprobieren, mit den Farben und Muster zu spielen und auch selbst Trends zu setzten. Dies ist mir in den letzten Tagen nochmals so richtig bewusst geworden. Ich liebe es zu bloggen, Bilder zu machen, neue Posen auszuprobieren, Locations zu scouten und mir in Läden bewusst Kleidungsstücke auszusuchen, welche eine Eintrittskarte in meinen Kleiderschrank erhalten. In meinem letzten Blogpost konntest du lesen, dass ich mich durch meine neuen Errungenschaften in Herbststimmung versetzen ließ und ich denke genau das ist, was Mode ausmacht. All, das mit dem wir uns täglich kleiden spiegelt, etwas von uns wieder, und zwar ein Stück unserer Persönlichkeit. Deshalb finde ich es mittlerweile okay Kleidung zu konsumieren, vielleicht auch in einem überdurchschnittlichen Maße und das ohne schlechtes Gewissen. Vom Wege abgekommen bin ich dennoch. Inwieweit gestehe ich dir gerne. 

Reflexionen und Veränderungen sind notwendig

Bei dem Kleidungskonsum habe ich ignoriert, dass sich die Kleidungsstücke langsam stapeln, sich auch andere Güter in mein Leben eingeschlichen haben und ich einfach ein klein wenig ignorant dem gegenübergetreten bin. Deshalb habe ich mir fest vorgenommen, dass ich mich nach meinen (schriftlichen) Prüfungen definitiv wieder mehr mit der Thematik in meinem Leben auseinandersetzen möchte. Kleidungsstücke möglicherweise via Blogsale oder Instastorysale veräußern möchte und Ähnliches. Denn ganz ehrlich: welche(r) Fashionblogger(in) wird in der kommenden Saison noch das Gleiche tragen wie in der Letzten? Also ich mittlerweile definitiv nicht mehr denn dazugibt es einfach viel zu viele schöne Kleidungsstücke die es wert sind getragen zu werden. Es sei denn es sind hochwertige Basics. Diese sollten wir alle auf Lebenszeit (der Kleidungsstücke) in Ehren halten. 

Ich hoffe, dir haben meine Gedankengänge zu dem Thema gefallen und ich konnte dich möglicherweise zum Nachdenken anregen. Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken zu dem Thema. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen von dir zu lesen. 

Bis dahin – deine Josephina

Oberteil: Zara
Jacke: no name
Tasche: no name
Hose: Cheap Monday
Gürtel: Calvin Klein
Schuhe: H&M

 

 

Alle Bloggerklischees erfüllt

1. Immer auf der Suche nach der perfekten Location

Vergangenes Wochenende entschied ich mich im Schlepptau mit einer sehr guten Freundin auf der Museumsinsel dem Bloggerhotspot schlecht hin zu shooten und gleichzeitig das ein oder andere Bloggerklischee voll zu erfüllen. Welche Orte werden wohl am meisten bei Instagram gesucht? Natürlich, die Touri-Orte. Diese Kenntnis hatte sicherlich auch erheblichen Einfluss auf meine Locationfindung. Doch sind wir nicht alle ein klein wenig beeinflussbar durch Instagram und deren Nutzer?

2. Das perfekte Outfit – gar nicht so leicht zusammenzustellen 

Angekommen an der Museumsinsel überlegte ich hektisch, welche Accessorires wohl am Besten zum Outfit passen würden. (Interessante Fragestellung! Denn ich trage so gut wie nie Schmuck.) Um hatte ich relativ fix mein goldenes und vor allem sehr schlichtes Armband. Passend zu meinen Schuhen mit goldenen Details. Doch oben rum fühlte ich mich aufgrund des kurz geschnittenen Jumpsuits dann doch etwas nackig. Doch wie die meisten Instagramerinen trage auch ich mittlerweile wieder etwas längere Haare, warum wohl? :’D


3. No-Go’s müssen natürlich klar eingehalten werden 

Im Petto hätte ich noch eine goldene doch Achtung: Statementkette gehabt. Wenn ich nicht irgendwann gelesen und auch selbst bemerkt hätte das Statementketten doch total out seien, zumindest in der Bloggerszene hätte ich bestimmt zu ihr gegriffen. Doch aufgrund meines Kenntnisstandes lieber wohl besonnen auf diese verzichtet. 

4. Probieren geht halt doch über Studieren

 Fast vollständig bekleidet checkte ich dann schon mal die ersten guten Fotospots aus, welche auch gerne genutzt werden von unseren herzallerliebsten Berlinertouristen. Um relativ schnell festzustellen, dass Fotos vor einer grauen Mauer (nein, nicht die Berlinermauer!) mit einer Körpergröße von 1,67 m nicht besonders empfehlenswert sind. Vor allem nicht wenn man eigentlich den wunderschönen Hintergrund einfangen möchte

5. Eine Tasche peppt eben jedes Outfit auf

Nachdem ich auf das erste Accessoire und den ersten Fotospot verzichtet hatte musste ein richtiger Hingucker her. Erst hatte ich mich also für den Bloggerhotspot schlecht hin entschieden (schade, dass ich dir fototechnisch nicht demonstrieren kann wie viele Blogger / Instagramer alleine an diesem Tag dort am shooten waren) anschließend zauberte ich auch noch aus meiner Tasche meine eigentliche Tasche und ich wette mit dir damit habe ich gleich noch ein Bloggerklischee erfüllt. Denn die Taschen sollten natürlich nur für Fotos verwendet werden, lach.

6. Ohne Designertasche ist man schließlich kein Instagamer / Blogger
(das Bloggerklischee schlecht hin)

Wie es sich für eine wahre Bloggerin gehört musste ich mir natürlich auch eine kleine Designertasche kaufen, lach. Seit kurzem bin ich stolze Besitzerin der Chloé Drew und werde diese auch nur zu besonderen Anlässen (einschließlich Shootings) tragen. Ich selbst bin wie du dir vielleicht denken kannst ein sehr sparsamer Mensch und würde auch jedem raten sich mehr als dreimal zu überlegen sich solch eine Tasche zuzulegen.

Doch als Kapitalanlage oder für besonders schicke Anlässe war es mir dann doch wert das viele Geld hinzublättern (obwohl ich sie auch günstiger als den originalen Kaufpreise bekommen habe!).
Dennoch in Reisen umgerechnet war es ein ganz schöner Schlag.

 

7. Wenn muss es natürlich auch Chanel, Chloé, Gucci oder YSL sein

Lange Rede kurzer Sinn in meiner Tasche befand sich also das wahre Prachtstück – meine Chloé Drew feinsäuberlich ummantelt vom Stoffbeutel. Machen das andere Blogger auch so? :’D Wie gesagt ich wette mit dir das ist ein Klischee. Nachdem das Outfit dann endlich Stand fingen wir an fleißig Fotos zu machen umgeben von vielen Blicken von anderen Bloggern und Touristen. Doch solche Blicke bemerke ich mittlerweile kaum noch im Gegensatz zu denen die mich beim Fotografieren tatkräftig unterstützen. Anders als andere habe ich allerdings keinen Standard Instagram-Husband sondern einige Freunde denen ich unendlich dankbar für das geduldige fotografieren bin.

 

8. Nach dem Shooting ist vor dem Shooting

Im heutigen Blogpost wollte ich euch einfach mal zeigen inwieweit ich mich manchmal bei der Erfüllung des ein oder anderen Bloggerklischees / Instagramklischees erwische. Also nehmt nicht alles so ernst was ihr hier lest oder manchmal auf Instagram und anderen Blogs seht. Denn hinter 5 Blogbildern steckt oft ein stundenlanges Shooting und ein riegelgroßes Aussortieren von Bildern und misslungen Posen. Gefolgt vom aufwendigen Retuschieren und Aufhübschen des ein oder anderen Bildes. Ich hoffe, dass ich dich an der ein oder anderen Stelle zum schmunzeln bringen konnte und ich würde mich sehr über Feedback freuen. 

Jumpsuit: Zara
Schuhe und Armband: No Name
Tasche: Chloé