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Meine Erfahrungen als Jugendreiseleiterin (Teamerin)



Meine letzten Wochen waren sehr erlebnisreich, durch sehr wenig Schlaf geprägt, manchmal nervenaufreibend und doch im Allgemeinen wunderschön und spaßig. Denn im vergangenen Jahr habe ich mich als Jugendreiseleiterin (14-18-Jährige) auch Teamerin genannt beworben.  Daraufhin durfte ich dieses Jahr 3 Touren im sonnigen Spanien miterleben und mitgestalten. Wie meine Zeit dort war und ob ich das Ganze weiterempfehlen würde möchte ich dir heute berichten. Ich hoffe natürlich auch damit die ein oder andere Frage beantworten zu können.



Bye Bye – Comfort Zone; Hallo Jugendreiseleiterin (Teamerin)

Als ich mich vor einigen Wochen auf den Weg in die schöne Metropole Malgrat de Mar machte war ich nicht nur etwas aufgeregt, sondern auch durchaus gespannt darauf was mich dort erwarten würde. Ich liebe es mit neuen Situationen konfrontiert zu werden und ins Kalte Wasser geschmissen zu werden. Man kann sich nun mal nicht weiterentwickeln, wenn man immer in seiner Comfort Zone bleibt.

Nach einer Anreise von knappen 24 Stunden mit dem Bus und dem entsprechendem wenigen Schlaf lernte ich nicht nur die neue Umgebung kennen, sondern auch das gesamte Team mit welchem ich die nächsten Tage zusammenarbeiten würde. Zunächst gab man mir Vorort eine Menge Informationen zur Vorbereitung an die Hand. Denn am späten Nachmittag wurde es besonders aufregend: Ich durfte meine erste zu betreuende Gruppe von Jugendlichen kennenlernen. Vor dieser Begegnung hatte ich großen Respekt und diese leichte Aufregung kam auch vor jeder neuen Gruppe auf. Denn keine Tour und keine Gruppe ist gleich doch dies macht es letztlich auch besonders spannend. 

Jede zu betreuende Gruppe ist und bleibt einzigartig

Ich persönlich hatte viel Glück mit meinen Gruppen und habe jede einzelne Gruppe besonders liebgewonnen. Meine erste richtige Gruppe bestand aus Teilnehmern im Alter von 15-17, welche überwiegend zwei Touren dort waren. Hingegen meine zweite aus fast nur Mädels bestand und alle im Alter zwischen 16-20 Jahren waren. Mit meinen Gruppengrößen von 20-26 Teilnehmern war ich ebenfalls besonders zufrieden. 

Natürlich merkt man Altersunterschiede und die verschiedenen Prioritäten und Einstellungen, welche diese mit sich bringen. Allerdings zeichnet so etwas eben auch verschiedene Altersklassen und Gruppen aus. Am Besten hat mir gefallen mitzuerleben wie wahre Freundschaften entstanden sind, die Traurigkeit über das Ende der Zeit zu spüren und auch grandioses Feedback zu erhalten. Den Applaus, welchen ich von meiner ersten Gruppe nach meiner Verabschiedung erhalten habe werde ich natürlich auch nicht so schnell vergessen.  

Schattenseiten und Vorzüge

Dafür lohnt es sich doch auf Schlaf zu verzichten, sich eine Erkältung einzufangen, ein zwei graue Haare zu bekommen und immer 100% zu geben. Denn genau das sind die Schattenseiten an dem Ganzen. Man ist 24/7 für seine Teilnehmer da und hat immer ein offenes Ohr. Man ist immer dabei: ob sie am Strand chillen, andere Städte erkunden, bei Aktivitäten so richtig Spaß haben oder  wenn sie bis 4 Uhr morgens feiern. Auch wenn man selbst schon wieder um 9 Uhr morgen aufstehen muss. Denn das Ausschlafen steht nicht auf der Aufgabenliste für Teamer.

Doch letztlich gibt es wohl weitaus schlechtere Arbeitsplätze als in Spanien bei 30 Grad den Großteil seiner Zeit am Strand zu verbringen oder bis spät in die Nacht im Club zu tanzen. Also wenn man darauf wirklich Lust hat und auch mal auf ein wenig freie effektive Solo-Time verzichten kann stellt das alles gar kein Problem dar. Dann ist es fast schon wieder ein wenig wie Urlaub. Ein großes Plus war für mich im Übrigen noch das wirklich gute Essen und der morgendliche Zimmerservice. Da kommt es natürlich ganz darauf an ob man im Hotel oder Camp teamt und was mehr zu einem passt. Denn jede Unterkunft bringt seine persönlichen Vor-und Nachteile mit sich.

eine unvergessliche Zeit

Auch wenn ich jetzt seit ein paar Tagen wieder zurück bin habe ich natürlich auch zahlreiche Teamer kennengelernt. Einige von denen habe ich auch sehr lieb gewonnen und werde diese insbesondere im nächsten Jahr besuchen. Dabei war es besonders spannend zu erfahren aus welchen unterschiedlichen Bereichen diese eigentlich kommen.

Festzustellen war zudem, dass uns die Leidenschaft am Reisen und der Umgang mit Menschen verbindet. Ich kann mir durchaus vorstellen dies im nächsten Jahr zu wiederholen. Außerdem kann ich es nur jedem ans Herz legen diese Erfahrung auch mal zu machen. Vorausgesetzt natürlich man ist ein wenig belastbar, motiviert und hat Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen. – let’s try something new

Liebe Grüße – deine Josephina

Bluse: H&M
Hose: Zara
Schuhe: Converse

Warum bin ich so Selbstbewusst? – Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit


Oft bekomme ich beneidende Komplimente, dass ich ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein hätte, welches manche meinen (noch) nicht zu besitzen. Eine Thematik über welche selten und zwar viel zu selten gesprochen wird und uns letztlich alle betrifft. Wie Selbstbewusstsein, das eigene Selbstwertgefühl sowie Körpergefühl miteinander zusammenhängen und wie auch ich manchmal mit Zweifeln zu kämpfen habe möchte ich dir heute näher bringen.

Wenn du dich nicht selbst liebst – werden dich auch andere nicht lieben

Ich selbst habe schon früher erkannt, dass die Annahme, dass andere dich nur lieben können, wenn du dich selbst liebst und wenn du mit dir selbst im Reinen bist weitestgehend stimmt. Doch klar, leicht dahingesagt und schwer umzusetzen. Insbesondere wenn man gerade mitten in der Pubertät steckt und sich selbst erst einmal verstehen und kennen lernen muss. Doch rückblickend ist es schon wesentlich leichter zu erkennen, welche Hürden man dafür überwinden musste. Doch vergiss nicht, dass du dir für die Bewältigung dieser Zweifel so viel Zeit nehmen kannst und auch solltest wie du eben benötigest. So etwas geschieht nicht über Nacht und das ist total in Ordnung.

 

Zweifel sind Okay – diese können dich weiterbringen

 Versuche immer daran zu denken, dass Zweifel und vor allem Selbstzweifel zum Leben dazugehören und in manchen Situationen auch zur Reflexion / Selbstreflexion beitragen können. Wichtig ist mir zu erwähnen, dass hinter einem überzeugenden Selbstbewusstsein oft auch enorme überspielte Selbstzweifel oder ein geringes Selbstwert oder Körpergefühl stecken können. Solche Menschen sind mir im Laufe meines Lebens schon öfters begegnet und man empfindet diese oft als arrogant und hochnäsig. Obwohl hinter der Fassade nur diese erwähnten Zweifel und / oder sehr viel Schüchternheit steckt. Urteile deshalb bitte nicht zu schnell über Personen. 

Wenn du es schaffst dich selbst zu Lieben oder zumindest dazu bereit bist deine Ecken und Kanten zu akzeptieren einschließlich der kleinen körperlichen Problemzonen hast du schon eine riesige Hürde überwunden. Denn so gut wie jeder Mensch besitzt diese oder zumindest jene welche er als weniger schön empfindet als andere Eigenschaften oder Körperstellen. Vor allem ist man oft selbst sein größter Kritiker und sieht Dinge an sich und in sich an welche andere nicht mal ansatzweise denken würden. 


Schwächen nutzen sich oft auch als Stärken – Problemzonen muss man lieben lernen

Diese Thematik ist mir beim Shooting an der Siegessäule in den Sinn gekommen wo auch ich mit einer körperlichen Problemzone zu kämpfen hatte. Mir ist bewusst, dass ich mich bei der Erwähnung von eigenen Problemzonen durchaus angreifbar mache. Dennoch möchte ich dir zeigen, dass man auch mit größeren oder auch kleineren Problemzonen umgehen oder es zumindest lernen kann. Auch wenn es bei körperlichen Problemzonen oft nicht so leicht ist wie bei charakterlichen Schwächen. Denn diese lassen sich des Öfteren auch in Stärken umwandeln. Dafür kann man Problemzonen meist mit ein paar kleinen Tricks kaschieren.

Mein Hohl-Rundrücken, Fotos und Ich

Wenn ich vom kaschieren schreibe meine ich nicht natürlich nicht, dass man nicht zu Problemzonen und Schwächen stehen sollte. Doch in manch einer Situation möchte man diese eben nicht zum Vorschein bringen. Wie eine meiner Problemzonen beispielsweise, welche mich seit dem Kindesalter verfolgt. Beim shooten muss ich oft sehr aufpassen, dass man meinen Hohl-Rundrücken nicht erkennt.

Denn wer möchte schon durch Instagram scrollen und zwischen den hübschen Bloggern und oft inszenierten, retuschierten Bildern ein Ebenbild vom Glöckner von Notredam erspähen?

Wenn du meine Bilder genau betrachtest wirst du vielleicht auf dem ein oder anderen Bild erkennen was ich meine. Auch wenn ich mir sehr viel Mühe gebe möglichst gerade zu stehen und meine Schultern zurück zu ziehen um keinen Schildkrötenkopf zu haben. Desweiteren meinen Bauch anzuspannen um aus dem Hohlkreuz herauszukommen damit mein Bauch nicht zu weit vorsteht. Zu guter Letzt muss ich zugleich auch noch meinen Oberkörper anspannen ohne angespannt zu wirken damit der Rundrücken gemindert wird. Dies ist wie du dir denken kannst etwas womit ich auch oft im Alltag zu kämpfen habe. Dennoch ist mir bewusst, dass andere weitaus schlimmere Päckchen zu tragen haben. Diese Einsicht hat mir ebenfalls sehr geholfen um diesen und auch andere Makel an mir besser akzeptieren zu können.

gesundes Selbstbewusstsein, jahrelange Entwicklungsarbeit und Selbstsicherheit

Am Wichtigsten finde ich zu lernen sich selbst zu lieben und vor allem zu lernen mit Schwächen und Problemzonen umzugehen. Optimaler Weise kannst du diese für deinen Vorteil nutzen bzw. eine Stärke daraus machen. Denn dies stellt meines Erachtens das Fundament für den Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins dar. Anschließend folgt Jahre lange Arbeit, welche sich in Form von Überwindung und Meistern von neuen Situationen widerspiegelt. Wenn man sich zurückzieht wird man es leider nicht schaffen Hürden zu überwinden und vor allem selbstsicher zu werden. Denn diese Selbstsicherheit wird von anderen letztlich als (gesundes) Selbstbewusstsein empfunden.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Blogpost ein wenig weiterhelfen. Falls du noch mehr oder etwas konkretes zu diesem Thema wissen möchtest schreibe mir doch gerne einen Kommentar. Gerne kannst du mir zu dieser oft sehr persönlichen Angelegenheit auch eine Nachricht bei Instagram senden. 

Bis dahin – deine Josephina