Zukunftsangst: Wie sie uns verfolgen und zerstören kann


Ein Thema, welches mich gegenwärtig beschäftigt und ich nur all zu gerne von mir weise ist meine Zukunftsplanung. Zukunftspläne können so schön sein und gleichzeitig einen schaudern lassen. Vor allem wenn sie aus der gefürchteten Zukunftsangst entstehen. Beinahe wöchentlich werde ich zurzeit gefragt, welche Pläne ich eigentlich nach der Ausbildung hätte. Diese werde ich voraussichtlich im Januar 2018 erfolgreich abschließen und eine Übernahme wird uns ehrlicherweise nicht gerade hinter her geworfen. Was soll ich sagen: Ich weiß es nicht. Für mich persönlich habe ich entschieden das Ganze auf mich zukommen zu lassen. Denn ich bin ein Vertreter der Ansicht wo sich eine Tür schließt öffnet sich eine andere und bislang sehr gut damit gefahren.

Man sollte sich über seine eigenen Zukunftspläne klar werden

Natürlich verschließe ich mich der Thematik nicht gänzlich und werde hellhörig wenn es um Zukunftsmöglichkeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten oder passenden Stellen geht. Doch an meiner Stellensuche nach der Ausbildung hängen noch zahlreiche weitere Fragen als nur diese. Mir tuen sich dort oft konkrete Gedanken auf wie: Wo will ich später eigentlich mal leben? Wann und wie viele Kinder möchte ich eigentlich haben? Wo möchte ich später einmal stehen? Wie viel Geld benötige ich eigentlich zum leben? Möchte ich für immer im Angestelltenverhältnis sein?

Pläne schmieden – die Initiative der Zukunftsangst

Ich persönlich finde es erschreckend, dass so viele im System feststecken und denken sich jetzt schon bei gefühlten tausenden Unternehmen bundesweit bewerben zu müssen. Ihre offensichtliche Initiative: Angst vor der Arbeitslosigkeit, Angst nichts zu finden und Angst schlechter zu sein als ein anderer. Ich bin eine sehr offene Persönlichkeit, bilde mich gerne weiter und möchte etwas beruflich machen was mir gefällt, was ich gut mache und etwas wofür ich geschätzt werde. Ich möchte nicht zwanzigtausend Bewerbungen versenden nur in der Hoffnung in irgendeinem Unternehmen angenommen zu werden und damit ich nicht wohlmöglich für kurze Zeit arbeitslos bin. 

Doch dies ist ein klares Bild von Zukunftsangst und mit diesen geht nun mal jeder anders um. Wenn ich zurück denke hat das bereits in der Grundschule angefangen. In der 6. Klasse muss man sich anstrengen um den Sprung auf eine gute Schule wie beispielsweise ein Gymnasium zu schaffen. Zumindest wird einem das so gesagt. In der 9. Klasse steht man wiederum am Scheideweg. Möchte man nach der 10. Klasse lieber noch zur Schule gehen und sein Abitur machen oder lieber eine Ausbildung? Mit dem Abiturabschluss tut sich die Frage auf ob man lieber eine Ausbildung anfängt oder einen passenden Studiengang wählt. Nach der Ausbildung kann man wiederum zwischen Studium, zukünftigen Job oder seiner eventuellen Abiturwiederholung wählen. 

dem System zu entfliehen ist alles andere als leicht

Wir leben in einem Land wo uns unendliche Möglichkeiten geboten werden. Dies ist wunderbar und trotzdem machen wir uns oft selbst kaputt. Denn anstatt freudig in die Zukunft zu blicken haben wir Angst davor zu versagen oder eine Lücke im Lebenslauf zu haben. Diesmal habe ich versucht die Reißleine aus diesem vorgeformten System zu ziehen und alles auf mich zu kommen zu lassen. Falls für mich kein passendes Übernahmeangebot dabei sein sollte kann ich mich immer noch auf die für mich passenderen Stellen bewerben oder vielleicht auch für eine (längere) Zeit verreisen. Losgelöst vom System. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man für diese kleine Entscheidung schon ein Stück weit für rebellisch gehalten wird. Was ich ebenfalls als sehr bedenklich empfinde.

Male dir deine eigene Zukunft und probiere dich aus

Die Botschaft die ich dir mitgeben möchte ist diese das du versuchen solltest keine Angst vor der Zukunft zu haben. Es ist okay noch nicht zu wissen was du in den nächsten 50 Jahren machen möchtest oder auch mal Wege einzuschlagen, welche du mal weniger lange gehst. Meistens kommt es doch sowieso anders und vor allem als man denkt. Wichtig ist nur, dass du das was du machst gerne machst oder dich wenigstens nicht gänzlich durch quälen musst. Ich bin beispielsweise nicht gerne zur Schule gegangen, weil es mir nicht viel gegeben hat und trotzdem müssen wir dort hin.

Du solltest dich nicht davor scheuen einfach mal neue Dinge auszuprobieren. Diese begleiten dich vielleicht auch nur übergangsweise und bringen dich dennoch in deiner Persönlichkeitsentwicklung weiter. Entwicklung ist so wichtig und das nicht nur in beruflicher Hinsicht. Du solltest aufpassen, dass du zwischen den ganzen Zukunftsplänen, Ängsten, Wünschen des Umfeldes, finanziellen Verpflichtungen selbst nicht zu kurz kommst. 

Ich für meinen Teil möchte mich beispielsweise erstmal auf meine Prüfungen konzentrieren und auf das was ich wirklich machen möchte. Für mich steht fest, dass ich gerne in der Branche bleiben würde oder einer vergleichbaren Tätigkeit nachgehen würde. Doch ich möchte nicht alles dafür tun eine Stelle zu bekommen. Ich denke jeder sollte seinen Wert kennen und nicht seine Seele dafür verkaufen oder sich seine Zukunftsplanung vorschreiben lassen.

Es ist auch für mich nicht immer leicht gelassen in die Zukunft zu blicken. Doch ich versuche mich auf die genannten Dinge zu besinnen und bislang gelingt mir dies sehr gut. Für mich wird sich schon der richtige Weg auftuen, welchen ich guten Gewissens nach gehen werde. So ist es bislang immer gekommen und so wird es wieder sein.

Falls dich bezüglich dessen ein Punkt noch etwas mehr interessiert lass es mich gerne wissen. Über diese Thematik könnte ich persönlich stundenlang Philosophieren. Es ist deshalb alles andere als leicht alles in einen Blogpost zu verpacken. An vielen Stellen habe ich deshalb abstriche gemacht. 

Bis dahin – deine Josephina

Bomberjacke: Vero Moda
Body: Zara
Bermuda: Zara
Schuhe: Adidas
Tasche: Chloé

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